Totholzentfernung

Totholzentstehung

Das Absterben von Kronenteile oder Stämmlinge eines Baumes kann verschiedene Ursachen haben. Das gezielte Absterben eines Astes kann direkt vom Baum als Reaktion auf Veränderungen am Standort wie z.B. Lichtmangel erfolgen. Dies ist ein normaler Prozess in der Baumentwicklung. Es kann aber auch eine Reaktion durch die Schädigung von über- oder unterirdischen Baumteilen und damit ein Indiz für eine sich verbreitende Beeinträchtigung der Vitalität des Baumes sein.

Gefahrenpotential

Für das Ökosystem bildet Totholz ein wichtiges Habitat für eine Vielzahl von Organismen - auch am lebenden Baum. Dennoch besteht jeder Zeit Bruchgefahr, was zu einem Absturz der abgestorbenen Baumteile führt. Dies stellt eine andauernde Gefahrenquelle für Personen und Material im Baumumfeld dar. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist es deshalb für Baumeigentümer und Eigentümerinnen diese Gefahrenquelle zu beseitigen. Die ZTV-Baumpflege (2006) schreibt vor, dass Totholz oder abgebrochene Äste mit einem Durchmesser über 3 bis 5 cm zu entfernen sind.

Totholzentfernung_Baum-mit-abgestorbenen-Ästen Foto 1: Dieser Baum sieht auf den ersten Blick recht vital aus. Durch die fehlende Belaubung sind Totholzäste schwer zu erkennen.

(Quelle: Arborfactum.de CC-BY-SA)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Totholzentfernung bei der Kronenpflege

 

 

 

Foto 2: Derselbe Baum mit rot markierten Totholzästen, die im Rahmen einer Baumpflegemaßnahme entfernt werden müssen. Besonders im oberen Teil der Baumkrone können schon relativ kleine abgestorbene Äste durch ihre Fallhöhe eine enorme Energie beim Aufschlag entwickeln. Spätestens bei voll ausgeprägter Belaubung kann die Menge von abgestorbenen Baumteilen gut beurteilt werden.

(Quelle: Arborfactum.de CC-BY-SA)